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Ingrid Noll „In Liebe Dein Karl“
Ingrid Noll
„In Liebe Dein Karl“
Das neueste Buch von Ingrid Noll ist eine Sammlung kurzer Geschichten und Erinnerungen aus ihrem Leben. 
Da sind zunächst einige Kurzgeschichten, z.B. von einer Mutter, die das ungeliebte Stiefkind in der Tiefkühltruhe entsorgt und der betrogenen Ehefrau, die den Mann inklusive seiner Geliebten um die Ecke bringt. Das ist keine große Literatur, aber zum Teil sehr witzig und ironisch geschrieben. So kennt man Ingrid Noll…...Im zweiten Teil des Buches aber finden sich Briefe und Erinnerungen. Im Gegensatz zu ihren Kriminalromanen, in denen die Leute immer auf recht unkonventionelle Weise ums Leben kommen, sind es genau diese Erzählungen aus ihrem eigenen Leben, die mir besonders gut gefallen haben. Sie ist in China geboren und erst mit 14 Jahren wieder nach Deutschland gekommen. Sie erzählt von diesem fremden Leben, in das sie geworfen wurde, von der Umgewöhnung aus dem kolonialen Lebensstil, den sie dort erlebte in die Gesellschaft der Nachkriegsjahre in Deutschland. Das ist sehr anrührend und ehrlich und sollte Ingrid Noll jemals ihre Autobiographie schreiben, werde ich sie mir bestimmt kaufen!



